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Das (Über-)Leben
am Bergbauernhof
im Winter
Vorarbeit für den Sommer
Die Wintertage vertreibt sich der Bauer mit der Herstellung
von "Ruckkörben", "Kreben", "Zöggern"
und Köstenriggeln.
Die "Schaufelstiele" und die "Segnesenschieber" müssen
erneuert und die Segnesen gedengelt werden. Auch der
"Wetzsteinkumpf" wird mit Schnitzereien verziert. Die Städel
und Zäune müssen repariert und kaputte Dachschindeln
ausgewechselt werden.
Für sich und für die Gäste des nächsten Sommers
schlachtet der Bauer im Winter die "Focken" (Schweine)
und erzeugt daraus das "Gsurte" (Gepökeltes), den Speck
und die Kaminwurzen. Aus Milch wird Bergkäse, aus Schaf
"Schöpsernes" (Lammbraten) und aus Rindfleisch werden
Suppen, Braten u.a. Tiroler Spezialitäten gemacht.
Was früher der Zins für den Landesfürsten war, ist
heute
die kulinarische Spezialität für die Besucher der Muthöfe.
Hochmuther Bergkäse und Speck werden direkt vom
bäuerlichen Hofbetrieb zubereitet und verkauft.
Wichtig im Winter ist auch die besondere Pflege des
Familienlebens. Die kann dann auch mal etwas intensiver
als gewöhnlich ausfallen. Der Wenner-Bauer hat es dadurch
zu vierunddreißig Kindern gebracht! Allerdings war er
zweimal verheiratet. Zu diesen Zeiten gab es noch kein
Fernsehen und kein elektrisches Licht.
Übrigens, eine kleine Anekdote: Bis vor
kurzem verfügten
die Kinder auf der Mut über eine eigene "Hochschule"
(1.200 m.ü.M.).
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